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Die komplexen Methoden des Projektmanagement reichen heute von
der einfachsten Terminplanung bis zum Multi-Projekt mit Ressourcenplanung.
Die Integration von Projektplanung in den firmeneigenen Geschäftsprozess
ist dabei die eigentliche Schwierigkeit. Der Mangel an Akzeptanz
und konsequenter Durchführung ist die Hürde an der viele
Projektmanagement-Systeme scheitern. Um Planung und Pläne im
aktuellen Einsatz zu überprüfen werden in hohem Maße
Controlling und Reporting Mechanismen benötigt. Mit dem Projektinformationszentrum
Prin(z) werden zwei wesentliche Kontrollverfahren, die Meilenstein-
und die Kostentrendanalyse abgedeckt. Mit seinen umfangreichen Berichtsmöglichkeiten
und vielfältigen Schnittstellen, bietet Prin(z) Unternehmen,
fehlendes Projekt Controlling schnell und unkompliziert nachzurüsten.
Evolution von Projekt Management Tools
Projekte werden vermehrt in Zusammenarbeit geplant und protokolliert.
Die Entwicklung der Tools, mit denen geplant wird, zeigen den Bedarf
an Planungsinstrumenten. Drei wichtige Richtungen werden vom Markt
verlangt: Erstens, grosse Mengen von Projektdaten werden nur noch
in leistungsfähigen, relationalen Datenbanken verwaltet (z.B.
Project-Central/ Microsoft Project ®). Zweitens wird Projektmanagement
in vernetzten, Browser basierten Systemen stattfinden (z.B. Actano
RPLAN ®). Und Drittens wird Projektplanung in Prozessmanagement
eingebettet (CA ProcessContinuum/ Project Planner ®).
Fokussierung auf Projektprozesse
Projekte können heute nicht mehr als serielle Prozessketten
angesehen werden, sondern man muss aufgrund von Überlappungen
und Parallelitäten vielmehr von einem Prozessnetz sprechen.
Die Prozessschritte sind als Meilensteine in einem Entwicklungszyklus
zu sehen und geben Auskunft über die Erreichung eines gewünschten
Zustandes bzw. eines vorgegebenen Ziels. Sie stellen die Übergabepunkte
einer Vorleistung zu einer Nachfolgeleistung dar. Wenn sich also
ein Meilenstein verschiebt hat dies direkte Auswirkungen auf den
Gesamterfolg, den Prozessabschluss.
Die Auswirkungen einer Meilensteinverschiebung sind bei dieser Sichtweise
umfassender zu sehen als bei einer seriellen Prozesskette. Es verschieben
sich zum einen Nachfolgeprozesse, zum anderen aber auch parallele
und überlappende Prozesse und haben somit Auswirkungen auf
das gesamte Netzwerk.
Durch den harten Wettbewerb müssen Entwicklungszeiten immer
mehr verkürzt werden, so dass Pufferzeiten meist gänzlich
entfallen und immer mehr Prozessschritte parallel ablaufen. Die
Verschiebung eines einzigen Meilensteins kann daher die Überschreitung
von Lieferterminen oder die Verzögerung von Folgeaufträgen
nach sich ziehen, was im Extremfall direkte Konsequenzen für
den Cash Flow haben kann. Um frühzeitig auf negative Entwicklungen
reagieren zu können, ist es nötig, Meilensteine regelmäßig
zu analysieren.
Projektkontrolle & Projektberichte
Im Laufe eines Projekts wird es nicht selten zu kleinen bis mittleren
Terminabweichungen kommen. Der Plan wird aktualisiert und es entstehen
Differenzen im Soll/Ist-Vergleich, die aber noch wenig Aussagekraft
besitzen. Bei langjährigen Projekten ist es unwahrscheinlich,
dass eine Verzögerung den Abschlusstermin gefährdet, wird
aber der Termin eines Arbeitspaketes sehr oft verschoben, kann man
von weiteren Verzögerungen ausgehen. Interessant werden Terminverschiebungen
also erst im zeitlichen Vergleich, im Überblick der zu einem
Zeitpunkt angefallenen Änderungen, weil sie Voraussagen anhand
des existierenden "Trends" ermöglichen.
Als Bezugspunkt chronologischer Vergleiche bieten sich die Meilensteine
als Projektentscheidende Vorgänge an. Eine "Meilenstein-Trendanalyse"
(MTA) erfasst die Veränderungen der Meilensteintermine und
bildet sie in grafischer Form ab.
Betrachtet man die Planung des einzelnen Projekts wieder im Prozessverbund,
so können durch einen Vergleich von ausgewählten Meilensteinen
verschiedener Projekte oder Prozesse strategische Entscheidungen
zur Verbesserung und Anpassung der gesamten Prozessdefinition abgeleitet
werden. Die fortwährende Verschiebung eines Meilensteins eines
bestimmten Prozesses kann unter Umständen auf einen generellen
Misstand in der Prozessdefinition hinweisen.
"Meilensteintrendanalysen" (MTA) werden bereits in vielen
Entwicklungsbereichen sehr erfolgreich eingesetzt; allerdings werden
sie auch heute noch meist nur manuell erstellt und nicht von den
eingesetzten Projektführungssystemen erzeugt. Als sehr übersichtliche
grafische Form hat sich diese Darstellungsart durchgesetzt:

Auf der waagerechten Achse des Dreiecksrasters wird der Berichtszeitraum
von links nach rechts aufgetragen, auf der senkrechte Achse von
unten nach oben der Planungszeitraum mit identischer Zeiteinteilung.
Die Meilensteine werden durch Symbole oder Farben unterschieden
und laufend, in möglichst periodischer Folge, aktualisiert.
Jede Aktualisierung führt zu einer neuen Eintragung, so dass
für jeden betrachteten Meilenstein ein Polygonzug entsteht.
Weicht der berichtete Meilensteintermin von dem ursprünglich
geplantem Termin ab, verlässt der Polygonzug den waagerechten
Verlauf:
Waagerechter Verlauf > Termin wird eingehalten
Ansteigender Verlauf > Termin wird überschritten
Fallender Verlauf > Termin wird unterschritten
Typische MTA-Kurvenverläufe:

a) Normaler Verlauf
Ein typischer Kurvenverlauf bei "normaler" Projektdurchführung.
Geringen Terminverschiebungen nach oben stehen auch solche nach
unten gegenüber. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird der
Gesamttermin gehalten.
b) Extrem ansteigender Verlauf
Es wurden laufend viel zu optimistische Terminaussagen gemacht,
sei es bewusst oder auf Grund einer generellen Unterschätzung
des Aufgabenvolumens. Der Endtermin des Projekts wird sich erheblich
verzögern.

c) Trendwende-Verlauf
Bis kurz vor den jeweils geplanten Fertigstellungsterminen wurde
bei allen Aufgaben eine Terminerfüllung prognostiziert. Erst
gegen Ende werden fast schlagartig erhebliche Terminverschiebungen
angekündigt. Es mangelt hier an einer frühzeitigen realistischen
Terminaussage; ein rechtzeitiger Steuerungseingriff wurde damit
unmöglich gemacht.
d) Divergierender Verlauf
Verlaufen unterschiedliche, aber fachlich voneinander abhängige
Arbeitspakete in ihren Terminaussagen stark divergierend, so liegt
der Verdacht nahe, dass eine der Tendenzen nicht realistisch ist.
Die Projektplanung muss daher insgesamt überarbeitet werden.

e) Gleichmäßig fallender Verlauf
Weisen alle Arbeitspakete laufend eine Terminvorverlegung auf, so
muss angenommen werden, dass von Beginn an mit zu großen Sicherheitspuffern
geplant wurde. Die zuständigen Terminplaner müssen angehalten
werden, künftig realistischere Aussagen zu machen.
f) Zick-Zack-Verlauf
Verlaufen alle Kurvenzüge in einem sich wiederholenden Zick-Zack,
so zeugt dies von einer erheblichen Unsicherheit in den jeweiligen
Terminaussagen. Damit ist auch die Aussage zum Gesamttermin als
äußerst unsicher anzusehen.
Return on Investment (ROI)
Die Vorteile einer grafisch visualisierten Meilensteintrendanalyse
für das Unternehmen können sich bereits nach wenigen Berichtszeitpunkten
ergeben. Mitarbeiter entwickeln ein erhöhtes Terminbewusstsein,
da ihnen ja die Terminentwicklung grafisch deutlich gemacht wird.
Ein Ausdruck der Grafiken, egal ob als Hardcopy oder als PDF per
E-Mail, ist natürlich auch ein gutes Kommunikationsmittel für
und vor Meetings aller Projektbeteiligten. Aus den Aussagen der
Trendanalyse lassen sich Verbesserungen für zukünftige
Projektplanungen & Prozesse ableiten. Auch Angebote können
so realistischer formuliert werden. Werden Terminverschiebungen
rechtzeitig vorhergesehen und mit dem Kunden abgesprochen, können
Konventionalstrafen vermieden oder zumindest gemildert werden. Rechnungen,
die erst verspätet gestellt werden können, werden früher
in Liquiditätsplanungen berücksichtigt.
Die MTA ist das aussagekräftigste Terminkontrollinstrument
Aus: Burghardt, M.: Einführung in Projektmanagement, Publicis
MCD Verlag, Erlangen 2001.
Was ist eine Kostentrendanalyse?
Die Kostentrendanalyse (KTA) ist eine Methode zur Kostenverfolgung
in Projekten.
Der geplante Kostenverlauf (baseline) wird den
tatsächlichen Kosten (actual) gegenübergestellt.
Weichen diese Linien voneinander ab, zeigt sich eine Kostendivergenz
im Projektverlauf. Zusätzlich kann eine Prognose (preview)
generiert werden, die für eine Aufwands- bzw. Kostenschätzung
als hilfreiche Grundlage dient.

Der Plan/Ist-Vergleich ist das tragende Element der
Projektkontrolle
Aus: Burghardt, M.: Einführung in Projektmanagement, Publicis
MCD Verlag, Erlangen 2001.
Durchführung in der Praxis
Viele auch namhafte Unternehmen führen Trendanalysen aufgrund
fehlender Softwareunterstützung noch immer mit Hilfe eines
"schwarzen Bretts" oder für die Anforderung wenig
geeigneten "Office-Paketen" durch. Im ersten Fall trägt
jeder Projektverantwortliche seinen aktuellen Termin an einer zentralen
Stelle im Unternehmen regelmäßig in einen ausgehängten
Plan ein, im zweiten Fall entsteht in der Regel schnell ein Wildwuchs
verschiedenster Graphen, die lediglich Insellösungen darstellen.
Beide Verfahren sind denkbar ungeeignet, einen unternehmensweiten
Standard für das Controlling zu etablieren.
PRIN(Z) - das Projektinformationszentrum
Prin(z) schließt die Lücke und hilft, anerkannte Standardanalyseverfahren
des Projektmanagements in die Unternehmenslandschaft zu integrieren.
Neben den Hauptpunkten MTA (Meilensteintrendanalyse) und KTA (Kostentrendanalyse)
bietet Prin(z) eine Protokollfunktion, ein flexibles und umfassendes
Reporting sowie eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten
und Import- / Exportfunktionen. Als Add-on Produkt für PM Systeme
kann Prin(z) standalone eingesetzt werden oder über Schnittstellen
mit Microsoft Project oder RPlan kommunizieren.
Ihre Vorteile der MTA:
- Plan/Ist-Vergleich der Meilensteintermine
- Projektübergreifender Vergleich der Meilensteine
- Grafische Darstellung in einem MTA-Chart
- Ampelsystem zur Visualisierung des Meilensteinstatus
- Dokumentation der wichtigsten Planänderungen
- Protokollfunktion für Risiken/Probleme und geplante Aktionen/Lösungen
- Export als Textdatei oder Grafik (bmp, jpeg, gif)
- Übersichtliches und einheitliches Reporting
- Ermöglicht eine einfache Interpretation und dadurch eine
schnelle Reaktion auf Terminverzögerungen

Ihre Vorteile der KTA:
- Plan-/Ist-Vergleich für Aufwände/Kosten
- Status wird grafisch dargestellt (Sollkosten, Ist-Kosten,
Trend, Budget,...)
- Export als Textdatei oder Grafik (bmp, jpeg, gif)
- Dokumentation der wichtigsten Kostenänderungen
- Protokollfunktion für Risiken/Probleme und geplante Aktionen/Lösungen
- Übersichtliches und einheitliches Reporting
- Ermöglicht eine einfache Interpretation und eine schnelle
Reaktion auf Kostenabweichungen

 
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